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20. August 2022, 19:00 Uhr, Vorwerk Gut Oppershausen

Soloabend

Weiter gehn

Programm

 

L. v. Beethoven (1770 – 1827) 

Klaviersonate in f-moll, op. 2 Nr. 1 

1. Allegro

2. Adagio

3. Menuetto. Allegretto

4. Presto 

 

15 Variationen und eine Fuge in Es-Dur, op. 35 („Eroica-Variationen“) 

 

- Pause - 

 

Klaviersonate in c-moll, op. 111

1. Maestoso – Allegro con brio ed appassionato 

2. Arietta: Adagio molto semplice e cantabile 

Beethoven bringt es gegenüber Erzherzog Rudolf 1819 auf den Punkt: 

„ […] allein Freyheit, weiter gehn ist in der Kunstwelt, wie in der ganzen großen schöpfung, zweck.“ 

Kaum ein anderer Komponist ist so weit gegangen, hat für seine Schöpfung so viele (erdachte) Grenzen überwunden wie Beethoven. Und das sein Leben lang. Schon in seiner ersten mit einer Opus-Nummer bezifferten Klaviersonate in f-moll op. 2 Nr. 1 beweist er vorwärtsdrängende, bisweilen ruppig anmutende Energetik, die uns von der Klangwelt des Widmungsträgers „Papa Haydn“ weit entfernt. Mit seinen „Eroica-Variationen“ op. 35 zeigt uns Beethoven zum dritten Mal das Thema, welches er ursprünglich aus einem Contredance zum Finale seines einzigen großen Balletts „Geschöpfe des Prometheus“ entwickelt hatte – und welches erst nach der Entwicklung der Variationen für Klavier zum bestimmenden Thema des letzten Satzes seiner großen dritten Sinfonie wird. Und auch in seiner letzten Klaviersonate hören wir im ersten Satz, dass er trotz Taubheit nichts von seiner gestalterischen Urgewalt verloren hat. Im zweiten Satz legt er alle Gesanglichkeit in eine Arie mit fünf Variationen, die ihn als einen Architekten im Bewusstsein einer fantastischen Freiheit ausweisen. Auch wenn wir uns kaum vorstellen können, nach diesem Satz noch „weiter gehn“ zu können – Beethoven hatte einen Teil seiner umfangreichen Diabelli-Variationen bereits im Kopf. 

 

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