Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer 2021 

Ellen Lee 

 

Die junge Pianistin Ellen Lee (*1998 in den USA), wuchs in Taipeh, Taiwan, auf. In ihrer frühesten Kindheit begann sie mit dem Klavierspiel und zog im Alter von 14 Jahren nach Europa, um als Jungstudentin im Rahmen des IFF-Programms in Hannover bei Professor Bernd Goetzke zu studieren. Seit 2015 setzt sie ihr Studium im Bachelor-Studiengang an der Hochschule für Musik, Theater und Medium Hannover fort. Ellen Lee studiert derzeit im Masterstudiengang an der HMTM Hannover. 

 

Ellen Lee ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Sie gewann den 1. Preis mit der höchsten Punktzahl beim Bundeswettbewerb von Jugend Musiziert 2014 in Deutschland und zusätzlich den höchstdotierten WDR-Klassikpreis, ebenfalls den 1. Preis beim Young Pianist of the North 2013 in Newcastle, England, sowie 2019 den 3. Preis beim Internationalen Schumann-Wettbewerb in Düsseldorf. 

Ellen Lee 2.jpeg

Über die Jahre intensiven Studiums hat sie Meisterkurse bei Musikfestivals besucht, die von prominenten Pianisten wie Oxana Yablonskaya, Natalia Trull, Stephen Kovacevich und Dimitri Bashkirov geleitet wurden. Ellen Lee ist vielfach in Asien und Europa aufgetreten, u.a. in Taipei (National Concert Hall), Taichung (National Taichung Theater), Shenzhen und Wuhan (China), in Hongkong (Concert Hall In Hong Kong Cultural Center), Macau, sowie Amsterdam, Braunschweig, Frankfurt an der Oder, Hannover, Lindau, Lüneburg und Memmingen. 

 

Als Solistin hat sie Konzerte von Tschaikowsky, Grieg, Schostakowitsch, Prokofieff, Schumann, Mozart und Beethoven aufgeführt, mit Orchestern wie dem Wuhan Philharmonic Orchestra, dem Kammerorchester des Staatstheaters Lüneburg oder dem National Taiwan Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Miloslav Oswald, Paul Lin, Lucius Hemmer oder Aurelien Bello. 

 

Neben ihren Auftritten als Solistin beschäftigt sich Ellen Lee auch sehr intensiv mit Kammermusik. Seit dem Frühjahr 2017 ist sie Stipendiat des Yehudi Menuhin Live Music Now Hannover, wo sie regelmäßig im Duo mit dem Fagottisten Nuno Azevedo auftritt. Im Sommer 2020 trat Ellen Lee mit dem Cellisten Jan Vogler in Schloss Neuhardenberg und zuletzt mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott in Schloss Elmau auf. 

 

Anfang des Jahres 2021 gab Ellen Lee eine Konzerttournee durch ihr Heimatland Taiwan mit dem Programmschwerpunkt auf französischer Musik des 20. Jahrhunderts, sowohl mit Werken für Klavier solo als auch mit Kammermusikrepertoire. 

Georgijs Osokins  

 

"Osokins ist ein Protegé von Gidon Kremer und man versteht warum. Raffinierte, tadellose Technik, musikalische Ideen – einfach tolles Klavierspiel“ France Musique 

 

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Georgijs Osokins durch seine Teilnahme am Chopin-Wettbewerb 2015 im Alter von 19 Jahren, wo seine Leistungen entweder höchste Anerkennung erhielten oder zu Kontroversen führten. Er war einer der klaren Publikumslieblinge und der meistdiskutierte Teilnehmer, Kritiker bezeichneten ihn als "außergewöhnlich und unberechenbar". 

Georgijs Osokins gab bedeutende Debüts u.a. im Konzerthaus Berlin, in der Elbphilharmonie Hamburg, beim Klavier-Festival Ruhr, beim „Chopin and his Europe“ Festival in Warschau, bei der International Piano Series in Bern Zaryadye Concert Hall in Moskau, im Vancouver Playhouse, in der Metropolitan Theatre Hall in Tokio oder der Tongyeong Hall in Südkorea.

Das britische Label „Piano Classics" veröffentlichte seine zwei CD-Alben, die sich auf Chopins Spätwerke und Werke von Rachmaninow konzentrieren. Diese Aufnahmen erhielten begeisterte Kritiken von wichtigen kanadischen, deutschen, dänischen, britischen und französischen Musikmagazinen wie Pizzicato, Gramophone, France Musique oder im Danish Radio. 

 

2020 hat das deutsche Label Accentus sein erstes Kammermusikalbum an der Seite von Gidon Krämer mit Trios von Chopin und Beethoven veröffentlicht - diese CD erhielt weltweit hervorragende Kritiken und wurde für die International Classical Music Awards 2020 und den Opus Klassik 2021 nominiert. In diesem Jahr gibt er sein Debüt bei den Martha Argerich Festspielen in Hamburg und den 101. Salzburger Festspielen, gemeinsam mit Gidon Kremer und Giedre Dirvanauskaite. 

 

Neben Lucas Debargue wurde Georgijs Osokins von Gidon Kremer zum ersten ständigen Gastkünstler der Kremerata Baltica in ihrer 22-jährigen Geschichte ernannt. Seit seinem öffentlichen Debüt mit dem Lettischen Nationalen Symphonieorchester ist er regelmäßig Gast internationaler Orchester, u.a. des Amadeus Chamber Orchestra, der Kremerata Baltica, des Taiwan Philharmonic Orchestra oder des Tokyo New City Orchestra. Er teilte sich die Bühne mit Künstlern wie Gidon Kremer, Giedre Dirvanauskaite, Sergei Nakariakov, Nicolas Altstaedt, Vladimir Fedoseev, Yulianna Avdeeva, Lio Kuokman etc. 

Leon Wenzel 

 

Nach ersten Klavierstunden bei Alexander Weht an der Musikschule Baunatal kam Leon Wenzel (*1997 in Kassel) bereits 2011 an die Musikhochschule Hannover. In der Klasse von Prof. Roland Krüger absolvierte er hier zunächst das dreijährige Frühstudium am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter und nach erfolgreichem Abschluss mit der Note „sehr gut“ noch weitere drei Jahre des Jungstudiums. Seit Oktober 2017 studiert Leon im Bachelor bei Prof. Konrad Engel an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 

Zahlreiche Meisterkurse ergänzen die Ausbildung des jungen Künstlers. So hatte er bereits Gelegenheit von der Erfahrung weltweit geschätzter Pädagogen wie Bernd Goetzke, Pavel Gililov, Robert Levin, Matti Raekallio und Arie Vardi zu profitieren. 

Leon Wenzel 2.jpg

Beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ erhielt der junge Pianist zahlreiche Preise auf Bundesebene, darunter einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl sowie den Hans Sikorski- Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben in der Solo-Kategorie. Darüber hinaus erspielte er sich früh diverse Preise in Wettbewerben wie dem Münchner Klavierpodium der Jugend, dem Bitburger Klavierwettbewerb oder dem Kleinen Robert Schumann Wettbewerb Zwickau. 

Im Mai 2017 nahm der junge Pianist erfolgreich am Internationalen Klavierwettbewerb in San Dona ́ di Piave (Italien) teil. In verschiedenen Kategorien gewann er dort einen 1.Preis sowie einen Sonderpreis. 

 

Leon wird im Stipendiatenprogramm der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert und ist seit April 2019 aufgenommener Stipendiat des Vereins Live Music Now Berlin e.V. Ab Oktober 2021 ist Leon zudem zum dritten Mal in Folge Träger des Deutschland-Stipendiums. 

 

Seine Konzerte führen Leon Wenzel regelmäßig ins In- und Ausland. So konzertierte er bereits u.a. in Hamburg, Hannover, Leipzig und München sowie auf den Kanarischen Inseln, in Russland und in den Niederlanden im Rahmen von “The International Holland Music Sessions“. In Klavierabenden den musikalischen Werken auf ihrem Weg zum Publikum mit wenigen Worten auch moderierend zur Seite zu stehen, ist ihm dabei Anliegen und Lust zugleich. Groß ist auch die Liebe zur Kammermusik und Liedbegleitung, sodass sich eine vielfältige Konzerttätigkeit ergibt.