Catalin Serban, in Bukarest geboren und in Berlin ansässig, ist ein Pianist, dessen künstlerische Tätigkeit ein breites Spektrum von solistischen, kammermusikalischen und kuratorischen Projekten umfasst. Sein musikalisches Profil ist geprägt von einem weit gefächerten Repertoire sowie einer persönlichen, sensiblen Klangvorstellung, die aus einer engen Verbindung zum vokalen Ausdruck hervorgeht.
Bereits in jungen Jahren wurde Catalin Serban in Rumänien als einer der bedeutenden Pianisten seiner Generation wahrgenommen. Seine musikalische Ausbildung setzte er in Berlin und Lübeck fort, gefördert durch Stipendien verschiedener Stiftungen, und wurde Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe in Deutschland, Italien und Rumänien. Er konzertierte in Europa und Asien und war in Sälen wie dem Konzerthaus Berlin, der Berliner Philharmonie, dem Bukarester Athenäum, der Glocke Bremen und dem Stadtcasino Basel zu hören sowie bei Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, den Fränkischen Kammermusiktagen, dem Oberstdorfer Musiksommer, dem Maastricht Kammermusikfestival und dem Brahms-Festival Lübeck.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt im romantischen und frühmodernen Repertoire, das er mit struktureller Klarheit und expressiver Intensität interpretiert. Die Presse würdigte sein Spiel unter anderem für seine „atmende, gesangliche Geschmeidigkeit“ (taz) sowie für die „feingliedrige und klare Wiedergabe“ und die „Vielschichtigkeit der Ausdruckskraft“ (G. Constantinescu). Zugleich wurde er als Pianist beschrieben, der „technisch hervorragend ausgestattet … mit enormer Brillanz und unaufdringlicher Virtuosität“ agiert (Badische Zeitung). Neben seiner solistischen Tätigkeit bildet die Kammermusik einen zentralen Bestandteil seines künstlerischen Schaffens. Gemeinsam mit dem Cellisten Andrei Ioniță gründete Catalin Serban das Kammermusikensemble und Projekt Spielende Insel, eine künstlerisch kuratierte Plattform für Kammermusik auf hohem Niveau mit einem breit gefächerten Repertoire. In wechselnden Besetzungen arbeitet das Projekt mit international tätigen Solistinnen und Solisten und realisiert konzeptionell anspruchsvolle Programme. Zu den Mitwirkenden zählen unter anderem Veriko Tchumburidze, Seiji Okamoto, Tobias Feldmann, William Hagen, Pablo Barragán, Sindy Mohamed und Lisa Jacobs.
Parallel dazu ist Serban künstlerischer Leiter einer neuen Kammermusikreihe in Berlin, die gezielt Begegnungen zwischen etablierten Künstlerpersönlichkeiten und herausragenden jungen Musikerinnen und Musikern fördert. Im Jahr 2026 übernimmt er zudem die künstlerische Leitung der Kammermusikreihe von Konzertleben e.V. am Max-Planck-Institut in Berlin.
Seine Diskographie spiegelt diese künstlerische Ausrichtung wider: Des cloches sonores (2018) verbindet Werke von Schubert mit Enescu und Skrjabin, Resemblances (2022) entwirft ein Doppelporträt von Chopin und Skrjabin. Für seine Einspielungen wurde er unter anderem für ein „klanglich vielfältiges und ausdrucksstarkes Spiel“ (piano news, Bechstein) gewürdigt. Mit Mélodies infinies (Naxos, 2024) legte er eine Aufnahme mit Klavierquartetten von Fauré und Enescu vor, die von der internationalen Fachpresse als bedeutender Beitrag zur Enescu-Diskographie hervorgehoben wurde.
Ebenfalls 2026 erscheint bei Naxos sein neues Soloalbum mit Werken von Ravel (Miroirs) und Rachmaninow (Études-Tableaux op. 39).
Neben seiner Konzerttätigkeit ist Catalin Serban auch pädagogisch aktiv. Er unterrichtet an Musikhochschulen in Berlin und Lübeck und gibt Meisterkurse in Frankreich, China, Rumänien und den Niederlanden.
Catalin Serban

