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13. August 2022, 19:00 Uhr, Vorwerk Gut Oppershausen 

Liederabend 

Lieben und Lieben lassen

Katharina Ruckgaber, Sopran

Daniel Heide, Klavier 

Programm

 

Franz Schubert (1797-1828)

An Silvia
Der Fischer
Die Forelle
Romanze
Die junge Nonne
Der Flug der Zeit
Der Tod und das Mädchen

Robert Schumann (1810-1856)

-Frauenliebe und -leben-

Seit ich ihn gesehen
Er, der Herrlichste von allen
Ich kann’s nicht fassen, nicht glauben
Du Ring an meinem Finger
Helft mir, ihr Schwestern
Süßer Freund, du blickest mich verwundert an

An meinem Herzen, an meiner Brust

Nun hast Du mir den ersten Schmerz getan

Johannes Brahms (1833-1897)

Meine Liebe ist grün wie der Fliederbusch

Salamander
Am Sonntag Morgen
Wie rafft ich mich auf in der Nacht

-5 Ophelia-Lieder-

1. Wie erkenn ich Dein Treulieb

2. Sein Leichenhemd weiß wie Schnee

3. Auf morgen ist Sankt Valentins Tag

4. Sie trugen ihn auf der Bahre bloß

5. Und kommt er nicht mehr zurück?

Gustav Mahler (1860-1911)

Wir genießen die himmlischen Freuden

Im Programm „Lieben und Lieben lassen“ geht es hauptsächlich um die vielen Facetten der Liebe aber auch um die gesamte Bandbreite der menschlichen Gefühle. Um diese zu verarbeiten und zu erkunden und in dem Versuch, unser Menschsein und unsere Existenz, ja unsere Schöpfung und unser Sein zu begreifen, entstand und entsteht ja zu allererst überhaupt Musik, Literatur, Kunst.

Mögen manche Betrachtungen über die Liebe aus heutiger Sicht in einigen Facetten eher antiquierter erscheinen, wie es zum Teil in dem Zyklus „Frauenliebe und -leben“ erlebt wird, so bleibt doch die tiefe Ausdruckskraft des Liebesgefühls durch die Musik zeitlos verständlich. Die großen Fragen uns und die Schöpfung betreffend, „Wie ist das alles entstanden?“, „Woher kommen wir?“, „Warum sind wir Menschen so, wie wir sind?“ und zuletzt natürlich „Wohin gehen wir?“ sind über alle Kulturen, Orte und Zeiten hinweg uns Menschen gemein.


Eben diesen Fragen wird in diesem Programm nachgespürt, mal philosophisch distanziert, wie beispielsweise in Schuberts „Der Flug der Zeit“, mal ganz theatralisch veranschaulicht im berühmten Lied „Der Tod und das Mädchen“.
„Der Tod ist normal. Die Liebe ist es nicht. Sie erträumt man, erhofft man, ersehnt man. Den Tod muss man sich nicht wünschen, der kommt von allein.“, sagte der kürzlich verstorbene Regisseur Hans Neuenfels.


Die Schöpfungsfrage ist in unserer christlich geprägten Kultur natürlich unweigerlich mit der Vorstellung vom Schöpfergott verbunden. Dass er alles erschaffen hat, uns erschaffen hat und wir nach unserem irdischen, in ein „himmlisches Leben“ übergehen. Gustav Mahler hat in seinem gleichnamigen Lied eine ganz eigene Musiksprache für das „Danach“ geprägt. Er selbst war fasziniert von der kindlichen Naivität des volksliedhaften Gedichts aus der berühmten Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, das er 1892 vertonte. Berühmt wurde es jedoch vor allem, als Mahler eben dieses Lied einige Jahre später auch als letzten Satz in seiner 4. Symphonie verwendet.
Im Himmel geht es hier wahrhaftig nicht sehr sakral von statten, vielmehr „menschelt“ es dort überall. Und so bleibt die Erkenntnis, dass eben auch die Heiligen eines sind: Geschöpfe.

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